OT 28.07.1999

Judith RitterHans-Jörg MußlerIngo EisenbeißKristian KunzPeter Panizzi

 

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25.09.2000 OT Die Aushängeschilder des »Grimmels«

Konzert der Ehemaligen unter Hansjörg Mußler erfreute Musiker und Publikum gleichermaßen

Musikalische Höhepunkte boten ehemalige Schüler des Grimmelshausengymnasiums: Sie kamen aus der gesamten Bundesrepublik angereist, um im Schillersaal gemeinsam zu konzertieren.Offenburg (miha). Unter Leitung von Hansjörg Mußler konzertieren 35 Musiker und Sänger, die in ihrer Schulzeit im Schulorchester und -chor mitwirkten. Eine Reminiszenz an vergangene Zeiten, die sich zum festen Bestandteil im Offenburger Kulturleben entwickelt hat: Zum dritten Mal haben sie mit Musik und Gesang beeindruckt. Was die ehemaligen »Grimmels«-Schüler und Dirigent Hansjörg Mußler zum besten gaben, konnte sich hören lassen. Obwohl die Akteure lediglich das Wochenende zum Proben hatten. »Kein Beinbruch«, meinte Peter Panizzi, selbst Dirigent, Chorleiter und Kirchenmusiker: »Manche Orchester proben ein halbes Jahr für ein solches Konzert und können's nicht besser.«Vielleicht lag's auch daran, dass sich Berufsmusiker unter Orchester und Chor mischten. »Hier gibt es keine Stars, hier sind alle gleich«, verdeutlichte Mußler den Stellenwert seiner Musiker und Sänger.Die Offenburger Sopranistin Barbara Edelmann sang zusammen mit Bariton Clemens Barth Szenen aus Mozarts »Don Giovanni« in beispielhafter Harmonie, die einen tosenden Beifall zur Folge hatte. Zum ersten Mal dabei: Friedemann A. Treiber. Der Offenburger war im »Grimmels«-Ensemble Konzertmeister und zeigte bei der Romanze in F-Dur von Beethoven, warum er zu den besten Geigern in der Region zählt. Die Mezzosporanistin Judith Ritter und Bariton Winfried Walter komplettierten die herausragende Besetzung.»Das Ganze hat einfach einen netten und unbeschwerlichen Stil«, erklärt Ritter ihr Mitmachen. Schon vor dem Konzert gab's ein freudiges Wiedersehen der Ehemaligen. »Ich find's schön, nach so vielen Jahren meine Lehrer und Schulfreunde zu sehen«, erzählt Johannes Kurz, der von seinem Studienort Würzburg angereist kam.Für den 26-jährigen Altenheimer ist das Konzert Ehrensache. »Ist doch selbstverständlich, wenn man so viele Jahre im Schulorchester mitgespielt hat.« Immer wieder ein Garant für Klaviermusik in Perfektion: Susanne Fink. Die Offenburgerin bestach bei Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in c-moll. Die Pianistin spielte souverän mit viel Feingefühl.Viel SpaßAus der ganzen Republik sind sie angereist, die »Ehemaligen«. Und sie taten's gern. »Es ist uns eine Freude, nach so vielen Jahren wieder gemeinsam zu musizieren«, erklärte Orchestersprecher Kristian Kuntz für alle.Die Noten für die Besetzung gab's bereits Wochen zuvor per Post. Manch einer von den Mitwirkenden hatte sein Instrument schon staubsicher verpackt, ehe es wieder in den Fingern juckte. Ingo Eisenbeiß verdeutlichte das Engagement der Musiker und Sänger: »Wir haben in den vergangenen Proben viel gelacht und Spaß miteinander gehabt.« Auch 13 Jahre nach dem Abitur denkt er gerne an die Schulzeit zurück: Sie mit einem Konzert wieder aufleben zu lassen, findet er eine unterstützenswerte Idee.Für den Schulleiter Dietrich Mehrgardt ist das Konzert ein Aushängeschild fürs Grimmelshausengymnasium: »Wenn Ehemalige sich auch nach so vielen Jahren engagieren, will das was heißen.«

H.J.MußlerClemens Barth

Barbara EdelmannFriedemann Treiber

Judith RitterHeribert Glatt

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Mitmachen ist hier Ehrensache


Sie kamen aus der gesamten Bundesrepublik angereistund boten jede Menge musikalische Höhepunkte: Das Konzert ehemaliger Schüler des Grimmelshausengymnasiums im Schillersaal war ein voller Erfolg.VON MICHAEL HAßOffenburg. Unter der Leitung von Hansjörg Mußler konzertieren am Sonntag vor rund 200 Zuhörern 55 Musiker und Sänger, die in ihrer Schulzeit im Schulorchester- und Chor des Grimmelshausengymnasium mitwirkten. Eine Reminiszenz an vergangene Zeiten, die sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Offenburger Kulturleben avanciert ist.Was die ehemaligen Grimmelsschüler und Dirigent Hansjörg Mußler zum besten gaben, konnte sich hören lassen. Und das, obwohl lediglich das Wochenende zum Proben zur Verfügung stand. »Kein Beinbruch«, meinte Ingo Eisenbeiß: »Für die wenige Zeit, die wir miteinander proben konnten, haben wir ganz schön was drauf.«Vielleicht lag es auch daran, dass sich so manche Berufsmusiker unter Orchester und Chor mischten. Das Schöne dabei: »Hier gibt es keine Stars, hier sind alle gleich«, verdeutlichte Mußler den Stellenwert seiner Musiker und Sänger. Und dennoch sind einige hervorzuheben. So zum Beispiel Friedemann Amadeus Treiber. Der Geiger bestach durch sein präzises Spiel. »Wenn man so einen wie Friedemann in den eigenen Reihen hat, ist das für uns ein Ansporn und eine große Stütze«, schwärmte Ingo Eisenbeiß.Ebenso wichtig ist auch die Pianistin Susanne Fink, die seit Jahren mit ihrem professionellem Spiel das Orchester verstärkt. Bei der Frühlingssonate von Beethoven zeigten beide ihre Extraklasse. Ob Quintett, Septett, Oktett oder das ganze Ensemble von 30 Musikern - Hans-Jörg Mussler hat das Orchester innerhalb kürzester Zeit bestens vorbereitet. Orchestersprecher Martin Herberg schwärmte von der Begeisterung, mit der jeder für den Auftritt probte.Auch für Eva-Maria Schmidt ist das Konzert Ehrensache. Aus der ganzen Bundesrepublik sind sie angereist. Und sie taten es gern. »Es ist uns eine Freude, nach so vielen Jahren wieder gemeinsam zu musizieren«, erklärt Martin Herberg. Für Schulleiter Dietrich Mehrgardt ist das Konzert ein Aushängeschild fürs Grimmels. Ein Verdienst Hansjörg Mußlers. Beim krönenden Abschluss, dem Marsch aus Beethovens »Fidelio«, zeigten die 30 Musiker und 20 Sänger, darunter die Solisten Barbara Edelmann, Olga Schacht, Winfried Walter, Klemens Barth und Peter Panizzi, wie viel Freude Musik bereiten kann

 

Badische Zeitung vom 26. September 2001

Beklemmende Aktualität Das EhemaligenOrchester des Grimmelshausengymnasiums besticht mit Beethoven

OFFENBURG. Ein musikalisch anspruchsvolles und thematisch in sich geschlossenes Programm hat am Sonntag das Orchester der ehemaligen Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums unter Leitung von Hans-Jörg Mußler geboten: Ganz der Musik Ludwig van Beethovens war das Konzert im Schillersaal gewidmet mit dem die Ehemaligen einmal mehr bewiesen, dass sie weder die Freude am gemeinsamen Spiel, noch ihr musikalisches Können eingebüßt haben. Es sei schon Zeichen eines besonderen „Wir-Gefühls“, bedankte sich Schulleiter Dietrich Mehrgardt bei den Musikern, wenn man seiner Schule über so viele Jahre die Treue halte und den zum Teil weiten Weg nach Offenburg auf sich nehme, um zusammen mit alten Schulfreunden ein Konzert zu geben. Dies sei nicht zuletzt das Verdienst Hans-Jörg Mußlers, einmal mehr der Initiatior des Ehemaligen-Orchesters, für den sich seine früheren Schüler auch heute noch gerne ein Wochenende Zeit nehmen: „Alle ziehen mit und sind mit ganzem Herzen dabei“, erklärt Mußler das Phänomen, dass es mittlerweile zum vierten Mal gelungen ist, ein Konzert zu veranstalten, das – trotz der denkbar kurzen Probezeit – auch künstlerisch zu überzeugen vermochte. „Natürlich hatte ich ab und zu ein bisschen Magendrücken“, gab Mußler nach dem Konzert zu: Immerhin standen mit der Ouvertüre von „Egmont“ und dem Marsch aus „Fidelio“ zwei sehr anspruchsvolle Werke auf dem Programm. Solche Bedenken waren jedoch, völlig unnötig: Ob als Orchester, als Bläser-Oktett oder Klavierquintett – die Grimmels-Schüler begeisterten ihr Publikum. Glanzpunkt auch in diesem Jahr: Der Auftritt der beiden Berufsmusiker Friedemann Amadeus Treiber (Violine) und Susanne Fink (Klavier) mit ihrer Interpretation des ersten Satzes der „Frühlingssonate“. Außergewöhnlich auch die thematische Konzeption des Abends: Neben den beiden Eckwerken mit Orchester, Chor und Solisten, bot die Kammermusik des Mittelteils zugleich einen schönen Einblick in die Vielseitigkeit der Musik Beethovens, deren Kerngedanke – wie einführend kurz erläutert wurde – die „Freiheit“ und der „Glaube an die sieghafte Macht der Humanität“ ist. Angesichts der Terrorattacken in den USA habe das Konzert „in dieser Hinsicht eine von uns allen nicht gewollte, beklemmende Aktualität bekommen“, sagte Mußler später beim Umtrunk in der Aula des Grimmels, wo nicht nur ehemalige Schüler und Lehrer, sondern auch Eltern und Mitglieder des Freundeskreises die Gelegenheit nutzten, mit Freunden und Bekannten aus der Schulzeit zusammenzukommen. Einig war man sich bald, dass auch im nächsten Jahr ein Ehemaligen-Konzert stattfinden wird – einig allerdings auch, dass es schön wäre, wenn zum Jubiläum dann mehr Mitglieder des Grimmels-Kollegiums kämen. Thorsten Diehl

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Vorausbericht OT 13.09.02

Egmont-Ouvertüre war gewünscht

Ehemalige Schüler musizieren

Zum fünften Mal treffen sich ehemalige Schüler des Offenburger Grim-melshausen-Gymnasi-ums Offenburg zu einem gemeinsamen Konzert. Unter Leitung von Hans Jörg Mußler spielen sie am Sonntagabend im Offenburger Schillersaal Werke von Mozart, Beethoven und Dvorak.

von tobias benz

Offenburg. Vor vielen Jahren drückten sie gemeinsam die Schulbank und spielten im Orchester des Offenburger Grimmelshausen-Gymnasiums. Obwohl seit damals viel Zeit vergangen ist, blieb bei den ehemaligen Pennälern die Verbundenheit zur alten Schule bestehen.

An diesem Wochenende treffen sich nun zum bereits fünften Mal wieder 35 frühere Grimmels-Schüler, um mit ihrem früheren Lehrer und Orchesterleiter Hans Jörg Mußler ein Konzert zu geben. »Vor einigen Jahren trat ein Schüler an mich mit der Idee heran, ein Ehemaligen-Konzert zu veranstalten«, erinnert sich der Musiklehrer, der zwölf Jahre das Orchester des Grimmelshausen-Gymnasiums leitete.

Bei den früheren Grimmels-Schülern, die mittlerweile über ganz Deutschland verstreut leben, kam die Idee, die alten Schulorchesterzeiten wieder aufleben zu lassen, gut an. »Mittlerweile hat sich ein fester Stamm von etwa 35 Musiker zwischen Mitte zwanzig und Mitte vierzig herausgebildet, die jedes Jahr mitmachen«, ergänzt Mußler. Das Ehemaligen-Konzert wurde zu einer festen Einrichtung, denn neben dem gemeinsamen Musizieren ist es für die Teilnehmer auch stets eine schöne Gelegenheit, alte Schulfreunde wieder zu treffen.

Während die Musik für einen Teil ein lieb gewonnenes Hobby neben dem Beruf geblieben ist, war für andere die Schulorchesterzeit am Grimmelshausen-Gymnasium Basis für eine Laufbahn als Berufsmusiker. Als Beispiel nennt Mußler den Geiger Friedmann Amadeus Treiber, der trotz seiner intensiven Konzerttätigkeit Jahr für Jahr beim Ehemaligen-Konzert mit von der Partie ist. Im Frühjahr verschickt der ehemalige Leiter des Schulorchesters das von ihm zusammengestellten Programm an seine alten Schüler, die Kompositionen dann selbstständig einüben.

»Gut bekömmlich«

»Am Freitag vor dem Konzert treffen wir uns dann in Offenburg«, erklärt der Musiklehrer. Nach intensiver Probearbeit am Wochenende findet dann am Sonntagabend das Konzert im Schillersaal statt. Das Programm ist auch in diesem Jahr wieder abwechslungsreich und »gut bekömmlich«, wie Mußler hinzufügt.

So werden die beiden Solisten Clemens Barth und Barbara Silberer-Edelmann Arien aus Mozarts Oper »Hochzeit des Figaro« darbieten. Mit Anton Dvoraks »Sonatine in G-Dur« wird auch anspruchsvolle Kammermusik geboten, die mit Susanne Fink am Klavier und dem Geiger Friedmann Amadeus Treiber ebenfalls hervorragend besetzt ist.

Als weiterer Höhepunkt wird Beethovens Egmont-Ouvertüre aufgeführt, die bereits im vergangenen Jahr auf dem Programm stand, nun aber auf »vielfachen Wunsch«, so Mußler, wiederholt wird. Beginn des Konzertes ist um 20 Uhr im Offenburger Schillersaal. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.